19. Mai 2026

Verpackungen: Was sich in der EU und der Schweiz ändert

Wissen Sie bereits, ob Ihre Verpackungen ab August 2026 noch zugelassen sind?

Die EU hat entschieden. Die Schweiz zieht nach. Für Unternehmen beginnt jetzt die Phase, in der Abwarten teuer werden kann.

Was die EU-PPWR regelt 

Die Packaging and Packaging Waste Regulation (PPWR) gilt ab dem 12. August 2026 verbindlich in allen EU-Mitgliedsstaaten. Sie definiert erstmals europaweit verbindliche Anforderungen an Verpackungen:

  • Verpflichtende Rezyklatquoten ab 2030 
  • Klare Anforderungen an Recyclingfähigkeit und Kennzeichnung 
  • Lückenlose Datentransparenz über Materialarten, Gewichte und Rezyklatanteile 
  • Wiederverwendungspflichten für bestimmte Verpackungskategorien 

Die PPWR gilt für alle Unternehmen, die Verpackungen auf dem EU-Markt in Verkehr bringen – unabhängig von ihrem Firmensitz. Schweizer Unternehmen, die Produkte zum Beispiel nach Deutschland, Frankreich oder Österreich exportieren oder dort aktiv sind, sind direkt betroffen. 

Was die Schweiz plant 

Auch für rein rein national tätige Unternehmen ändert sich die Lage. Der Bundesrat hat im Juni 2025 die Vernehmlassung zur Totalrevision der Getränkeverpackungsverordnung eröffnet. Die bisherige Regelung aus dem Jahr 2000 soll durch eine umfassende Verordnung über Verpackungen (VerpV) ersetzt werden – mit deutlich erweitertem Geltungsbereich und expliziter Orientierung an der EU-PPWR. 

Die wichtigsten Neuerungen: 

  • Alle Verpackungstypen erfasst, nicht mehr nur Getränkeverpackungen 
  • Verwertungshierarchie: Wiederverwendung und Recycling werden rechtlich priorisiert 
  • Schweizweite Separatsammlung von Kunststoffverpackungen 
  • Angleichung an die PPWR: Die Schweiz übernimmt die Stossrichtung der EU-Verordnung 

Die finale Verordnung ist in Erarbeitung. 

Was jetzt zu tun ist 

Ob mit EU-Marktpräsenz oder rein im Schweizer Markt: die Regulierung kommt. Der Unterschied liegt im Zeitplan: 

  • EU-Marktpräsenz: Handlungsbedarf bis August 2026. Die Zeit für eine strukturierte Vorbereitung wird knapp. 
  • Rein Schweizer Markt: Die neue Verpackungsverordnung ist in Erarbeitung. Wer die Entwicklung jetzt verfolgt, vermeidet später Überraschungen. 

Verpackungsregulierung sollte jedoch kein reines Compliance-Thema bleiben. Die entscheidenden Fragen sind operativ: Welche Verpackungen setzen wir ein? Welche Daten haben wir und welche fehlen? Wo besteht Handlungsbedarf, und in welcher Reihenfolge? Dabei kann eine Begleitung sinnvoll sein. ecos analysiert Verpackungsportfolios, schafft die nötige Datenbasis und begleitet die Umsetzung – von der Strategie bis zur konkreten Optimierung.

Ein guter Einstieg ist das PPWR Cheat Sheet, das unsere Muttergesellschaft Sustainable erstellt hat. Es gibt einen kompakten Überblick über Anforderungen, Fristen und erste Handlungsschritte

(Quellen: Bundesrat, Medienmitteilung vom 25. Juni 2025 | PPWR Cheat Sheet, Sustainable AG) 

Möchten Sie wissen, wo Ihr Unternehmen konkret steht?

Verpackungs-Projekt mit Denner

Für Denner begleiten wir als ecos seit rund einem Jahr die Weiterentwicklung der Verpackungsstrategie; Marco Wallimann unterstützt Denner in diesem Kontext bereits seit 2023 – auf dieser Basis bauen wir die Arbeit und die gewonnenen Erkenntnisse konsequent weiter aus. Konkret schaffen wir Datentransparenz über das Verpackungsportfolio, entwickeln Entscheidungsgrundlagen zum Vergleich von Einweg- und Mehrweglösungen und übersetzen die Ergebnisse in umsetzbare Optimierungen im Betrieb. Die Ergebnisse sind messbar: Die Analysen haben direkt zu über 100 umgesetzten Verpackungsoptimierungen bei Denner beigetragen. 

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